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Kunsthistorisches Museum

Wenn Niederländer die besten Gemälde ihres Landsmanns Pieter Bruegel d.Ä. sehen wollen, geht das nicht in Amsterdam oder einer anderen holländischen Stadt. Die größte Bruegel-Sammlung der Welt besitzt das Kunsthistorische Museum (KHM) in Wien.

Wer Hochkaräter wie den „Großen Turmbau zu Babel“, „Bauerntanz“, „Bauernhochzeit“, „Kinderspiele“ und „Bauer und Vogeldieb“ bewundern will, muss nach Wien reisen. Die Werke sind so empfindlich, dass sie unter besonderen Umständen im Kunsthistorischen Museum bewahrt und nie an andere Museen ausgeliehen werden. Wien ist Bruegel-Stadt.

Der Reichtum dieser weltweit bedeutenden Sammlung ist atemberaubend. Sammelleidenschaft und Repräsentationsbedürfnis der Habsburger haben sie hervorgebracht. Als die fürstliche Privatsammlung 1891 von Kaiser Franz Joseph I. eröffnet wurde, hatte das Haus angesichts der dort gehorteten Kunstschätze von schwer zu schwätzendem Wert die Bedeutung einer sakralen Weihestätte. Die Habsburger zeigten, was sie besaßen und worauf sie – zu Recht – stolz waren. Die Ehrfurch einflößende Galerie beeindruckte die Repräsentanten anderer europäischer Höfe – und noch heute Besucher aus aller Welt. Europaweit kauften die Habsburger Kunst ein, alle großen abendländischen Maler sind mit Hauptwerken vertreten.

Den Grundstock legte Erzherzog Leopold Wilhelm, der Bruder Kaiser Ferdinands III., im 17. Jahrhundert mit venezianischer Renaissancemalerei, darunter Tintoretto und Tizian, und Werken flämischer Meister wie Peter Paul Rubens und Anthonis Van Dyck. Vertreten sind auch Albrecht Dürer und Lucas Cranach d.Ä., Bosch, Vermeer, Rembrandt, Bellini und Raffael. Zudem beherbert das Museum eine umfangreiche Ägyptisch-Orientalische Abteilung, eine hochkarätige Antikensammlung, ein Münzkabinette und eine mit mittelalterlichen und barocken Preziosen gefüllte Kunstkammer.

Kunstkenner können hier leicht ganze Tage verbringen. Der Prunkbau im Stil der Neorenaissance wurde 1871 bis 1891 am Ring vom Dresdner Baumeister Gottfried Semper und vom österreichischen Architekten Carl von Hasenauer errichtet. Pompöse Treppenaufgänge geleiten in imposante Empfangsfoyers und eine achteckige Kuppelhalle.

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