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Schloss Schönbrunn

Zur Schlossanlage Schönbrunn gehört wesentlich mehr, als nur das Schloss selbst. Gloriette. Kaiserliche Wagenburg, Kronprinzengarten, Orangeriegarten, Irrgarten, Tiergarten, Palmenhaus und Wüstenhaus sind ebenfalls Teil des Schlossparks.

Der heutige Palast im Stil des Rokoko mit 1441 Räumen geht auf Maria Theresia zurück, die den Hofarchitekten Nikolaus Pacassi 1740 mit der Umgestaltung beauftragte. Unter den 40 zugänglichen Räumen sind neben den kaiserlichen Gemächern u.a. der Spiegelsaal, in dem der 6-jährige Mozart vor der verzückten Kaiserin musizierte, sowie das mit Rosenholz getäfelte Millionenzimmer zu besichtigen.

In diesem Museum, einem der meistfrequentierten Wiens, wohnen etwa 190 Mieter. Sind sie als Schlossbewohner zu beneiden? Wie man es nimmt, denn sie müssen ihre Unterkunft selbst renovieren, um das Gesamtbild nicht zu beeinträchtigen, der Staat sorgt nur für die Restaurierung der Prunkräume. Ein teurer Spaß. Schloss und Park im französischen Stil bedecken knapp zwei Quadratkilometer und sind ein einzigartiges spätbarockes Gesamtkunstwerk.

Johann Bernhard Fischer von Erlachs Gestaltung der Schlossanlage sollte den Habsburgern eine ungestörte Sommerfrische am Stadtrand ermöglichen, sie brauch den Vergleich mit Versailles nicht zu scheuen. Die Bauarbeiten begannen unter Kaiser Leopold I., 30 Jahre später wurden sie während der Regentschaft von Kaiserin Maria Theresia abgeschlossen. Sie hatte den Architekten Nikolaus Pacassi mit Aus- und Umbauten beauftragt. Die kreisförmig angelegte Menagerie, aus der der älteste noch bestehende Zoo der Welt hervorging, kam 1752 dazu, als krönender Abschluss 1755 die Gloriette, ein Aussichtspavillon im Schlosspark auf der Anhöhe des Schönbrunner Bergs.

Schloss, Garten und Park besitzen bis heute den homogenen Charakter eines aus einer Hand stammenden Ensembles. Den statuengeschmückten Park gliedert ein System sternförmig angelegter Alleen, deren Bäume in Heckenwände geschnitten sind. Das Palmenhaus ist das größte Europas. Als Attraktion des Schlossparks gelten auch der Japanische Garten und die Kronprinzenallee an der Ostfassade des Schlosses, einer der ältesten Gartenteile Schönbrunns.

Im anschließenden Gartenbereich „Am Keller“ ist ein nach barockem Vorbild verschlungenes Stickereisystem aus Blumen, farbigem Kies und Steinen zu bewundern. Dieser Gartenteil ist von einem hufeisenförmigen Laubengang mit fünf Pavillons umgeben, von denen einer begehbar ist und von einer erhöhten Plattform aus einen beeindruckenden Blick über die gesamte Gartenanlage bietet.