fbpx
Schloss Schönbrunn
16 August 2019
Zentralfriedhof
16 August 2019

Spanische Hofreitschule

Hofreitschule in Wien Lipizzaner

Spanische Hofreitschule in Wien

Stuten haben keine Chance. Warum? Zu launisch, sagen die Bereiter. So heißen die Angestellten, die auserwählt sind, die edelsten Pferde der Welt zu reiten. Die meisten sind Männer, doch gibt es einige weibliche Bereiter.

Auch die mögen Hengste lieber. Sie seien disziplinierter, liebten Musik, aber auch Rossballett und Karussell. So heißen die Vorführungen der Spanischen Hofreitschule in der Hofburg.

Lipizzaner sind die älteste Kulturpferderasse Europas. Ihr Name rührt vom slowenischen Dorf Lipica her, wo 1580 das k.u.k. Hofgestüt gegründet wurde, das älteste Reitinstitut der Welt.

Seinerzeit waren die italienischen Fürstenhöfe bekannt für die beste Reiterkunst. Das wollten die Habsburger nicht auf sich sitzen lassen. Bis 1667 dauerte es zur Premiere der schneeweißen Rösser mit dem goldbeschlagenen Zaumzeug. Großer Erfolg, fortan gab es regelmäßige Veranstaltungen mit Kunststücken der Vierbeiner und ihrer Bereiter.

Weil das Renommee so hoch war, ließ Kaiser Karl VI. in der Wiener Hofburg vom Stararchitekten Joseph Emanuel Fischer von Erlach die Winterreitschule (1735) errichten. Die große Zeit der Spanischen Hofreitschule war die Regentschaft von Maria Theresia. Sie ließ Ritter-Spiele abhalten und schwang sich zu Karussells höchstpersönlich in den Sattel.

Pferdevorführungen waren Teil prunkvoller Hofbälle und Feste. Höhepunkt war und ist die Schulquadrille, gezeigt von acht Reitern. Mit den Lipizzanern ließ sich sogar Politik machen. Als Kaiser Franz Joseph I. 1867 zum König von Ungarn gekrönt wurde, ritt er in Budapest auf einem Lipizzanerhengst ein. Nach dem Ende der Monarchie und der gewaltigen Verkleinerung des Staatsgebiets wurden 1920 die Lipizzaner ins Bundesgestüt Piber in der Steiermark gebracht, wo sie bis heute gezüchtet werden. Die Stallungen in Wien befinden sich in einem Renaissancebau.

Bei der Morgenarbeit in der Winterreitschule zeigen sie jeden Tag Reitkunst in höchster Vollendung. Nur im Juli und August stehen den Pferden sechs Wochen Urlaub zu.

Spanische Hofreitschule in Wien

Öffnungszeiten


  • Dienstag bis Sonntag 09:00 bis 16:00 Uhr

  • Montag bis Sonntag 9:00 bis 16:00 Uhr

  • 9:00 bis 19:00 Uhr

Short Facts

  • seit 450 Jahren
  • ältestes Reitinstitut der Welt
  • 72 weiße Hengste untergebracht
  • klassische Reitkunst der „Hohen Schule“